Im September eines Jahres, dessen Stadt- und Dorfgeschichten aus Menschengedenken schon entschwunden sind, saß um die schwüle Mittagszeit ein junger Bursch mitten in dem wuchernden Rebenwald, der, dicht an die Stadt Meran herantretend, die Südabhänge des Küchelberges bedeckt. Die übermannshohen Laubengänge, in denen hier der Wein gezogen wird, waren mit dem Segen dieses Jahres so beladen, daß ein dunkelgrünes Zwielicht durch die langen lautlosen Gassen schwebte, zugleich eine träge stockende Glut, in der kein Luftzug Wellen schlug. Kaum wo die kleinen Felstreppen zwischen den einzelnen Weingütern schroff bergan laufen, spürte man, daß man ins Freie auftauchte. Denn das Meer von Siedeglut, da…
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