Briefe eines Malers an seine Schwester

Sandvoss, Rosalie · 1895

Nun bin ich in der Heimath, vorgestern langte ich hier an. Es ist doch ein eignes Gefühl, wie ein Fremder, den Niemand kennt, den Keiner erwartet, für den nicht eine Seele einen freundlichen Gruß hat, in die Vaterstadt, in die Stadt seiner holdesten Erinnerungen zurück zu kehren. Du weißt, ich bin nicht sentimental, Pauline, aber da Du »Alles wissen willst, was sich zwischen mir und Burgwall ereignet,« so sei's gestanden, daß ich eine Art Herzweh fühlte, überall auf meinem Wege zum Gasthause Personen zu begegnen, die mich höchstens mit dem Blicke der Betrachtung beehrten. Und nun im Gasthause zu wohnen, ein wirklicher Gast, ein Fremder daheim zu sein! Das deutsche Haus, mit seinen Kastanien…

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