Abaellino der große Bandit

Zschokke, Heinrich · 1848

Troz dem, daß man in unserm Decennio nur romantische Szenen der Vorwelt, Rittergeschichten, Sagen der Vorzeit, Begebenheiten aus den Tagen des Faustrechts lesen will, schreib ich doch, wenn ich denn einmal etwas zum Lesen schreiben will, nichts davon. Ich habe den Grundsaz, der Schriftsteller müsse sich nie nach den Launen der Leser, sondern der Leser nach den Launen des Dichters bequemen. All unsre Romanschreiber, die dem Publikum mit Rittermärchen aufwarten, haben eine große Aehnlichkeit mit den Musikanten, die nach der Laune der Tänzer bald eine Menuet leiern, bald einen Walzer geigen müssen. Sobald ich nun einmahl den Einfall habe _meinen_ Lesern etwas zu erzählen; so ists mir gleichvie…

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