In das große Wohngemach des Herrenhauses zu Kloningken drang der Duft der blühenden Holunderbüsche. Die Sonnenstrahlen lugten durch das dichte Laub des Pfeifenkrautes, welches die Südwand des Hauses umzog, sie malten große leuchtende Flecke auf den weißgescheuerten Fußboden und sie flimmerten auf den steifen, weißlackierten Möbeln. Das Zimmer war ganz in einen grüngoldenen Glanz getaucht, selbst die alte Kastenuhr in der Ecke hatte noch etwas von dem Schimmer abbekommen. An einem der weitgeöffneten Fenster saß eine schlanke Frau, die Herrin des Hauses, Friederike von Seeheim. Die Frau trug ein schwarzes Gewand, ein weißes Flortuch war um ihre Schultern geschlungen, und durch das volle aschbl…
Deine Unterstützung finanziert die Übersetzung dieser Klassiker in weitere Sprachen.
Mit 12 $/Monat unterstützen SpendenAbonnenten lesen mit sofortiger Übersetzung, ohne auf das tägliche Gratislimit zu warten.