Bruder! -- so nenn' ich Dich noch -- nach fünfzehn Jahren Trennung -- und nenn' ich Dich _hier_, in tausend Meilen Entfernung. Ich dachte wohl sonst in meiner Einsamkeit, nun müß' ich Dich erst recht Bruder nennen, mit Dir wie mit einem Nahen, Lebendigen leben, ja als den Nächsten im Herzen Dich tragen, und Deine Gestalt durch feurige Liebe an jedem Morgen lebendig und rege, freundlich und wiederliebend mir aufglühen, mir frisch erhalten und aufschaffen, wie eine Hyazinthe, die ich als Zwiebel von deinem Fenster mit mir herüber nahm und durch mühsame Pflege zu einer immerwährenden Blume so fortgesetzt. -- Aber, o Bruder! Wirken ist Leben! Wir leben nur denen, auf welche wir wirken; und die a…
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